Drei Stufen von verstreuten Meinungen zu einer unterschriebenen Liste. Die Methode dahinter zieht sich durch meine Cases — beim Deutschen Roten Kreuz saßen Schüler, Sozialarbeitende und Fachleute in einem Raum, und am Ende standen drei priorisierte Problemstellungen.
01
Hören
Jede Partei einzeln, bevor jemand im selben Raum sitzt. In der Gruppe sagen Menschen anderes als allein, und der leise Einwand ist meist der, der das Projekt kippt. Hier lerne ich auch, wie bei Ihnen tatsächlich entschieden wird — wer unterschreibt, wer blockiert, welcher Eskalationsweg existiert und nirgends steht.
02
Ordnen
Aus Aussagen werden prüfbare Anforderungen: wer braucht was, warum, und woran man erkennt, dass es erfüllt ist. So aufgeschrieben hören zwei Aussagen auf, verträglich zu sein, die vorher verträglich klangen — und genau darum geht es. Widersprüche bekommen einen Namen statt eines Achselzuckens.
03
Entscheiden
Eine Sitzung, mit den Widersprüchen auf dem Tisch und Kriterien, die vorher vereinbart wurden. Wo Meinung auf Meinung trifft, bewegt sich nichts — deshalb hole ich eine dritte Partei dazu, gegen die keine Seite argumentieren kann: Belege von Nutzern. Am Ende steht eine priorisierte Liste, die Begründung schriftlich, und die offenen Punkte als offen benannt.