Sechs Abteilungen, sechs Wahrheiten — und am Ende eine Liste, die alle unterschreiben.

Das Schwere ist selten die Lösung. Das Schwere ist, dass sechs Parteien unter demselben Satz Verschiedenes verstehen, niemand es ausspricht und das Projekt es im vierten Monat merkt. Ich höre jede Partei einzeln an, übersetze ihre Aussagen in prüfbare Anforderungen und moderiere die Sitzung, in der die Widersprüche entschieden werden.

Wie gehen wir vor?
„Wir diskutieren ständig und nichts wird entschieden. Und niemand kann sagen, worauf wir uns eigentlich geeinigt haben.“

Uneinigkeit ist nicht das Problem — unentdeckte Uneinigkeit ist es. Zwei Teams meinen ein halbes Jahr lang mit dem Wort „Kunde“ verschiedene Menschen, und die Rechnung kommt, wenn die Korrektur teuer ist. Die Arbeit besteht darin, den Unterschied früh genug sichtbar zu machen, solange er noch billig ist.

Wie es abläuft

Hören, ordnen, entscheiden

Drei Stufen von verstreuten Meinungen zu einer unterschriebenen Liste. Die Methode dahinter zieht sich durch meine Cases — beim Deutschen Roten Kreuz saßen Schüler, Sozialarbeitende und Fachleute in einem Raum, und am Ende standen drei priorisierte Problemstellungen.

01

Hören

Jede Partei einzeln, bevor jemand im selben Raum sitzt. In der Gruppe sagen Menschen anderes als allein, und der leise Einwand ist meist der, der das Projekt kippt. Hier lerne ich auch, wie bei Ihnen tatsächlich entschieden wird — wer unterschreibt, wer blockiert, welcher Eskalationsweg existiert und nirgends steht.

02

Ordnen

Aus Aussagen werden prüfbare Anforderungen: wer braucht was, warum, und woran man erkennt, dass es erfüllt ist. So aufgeschrieben hören zwei Aussagen auf, verträglich zu sein, die vorher verträglich klangen — und genau darum geht es. Widersprüche bekommen einen Namen statt eines Achselzuckens.

03

Entscheiden

Eine Sitzung, mit den Widersprüchen auf dem Tisch und Kriterien, die vorher vereinbart wurden. Wo Meinung auf Meinung trifft, bewegt sich nichts — deshalb hole ich eine dritte Partei dazu, gegen die keine Seite argumentieren kann: Belege von Nutzern. Am Ende steht eine priorisierte Liste, die Begründung schriftlich, und die offenen Punkte als offen benannt.

01.Hören

Jede Partei einzeln, bevor jemand im selben Raum sitzt. In der Gruppe sagen Menschen anderes als allein, und der leise Einwand ist meist der, der das Projekt kippt. Hier lerne ich auch, wie bei Ihnen tatsächlich entschieden wird — wer unterschreibt, wer blockiert, welcher Eskalationsweg existiert und nirgends steht.

Stakeholder-InterviewsNutzerinterviewsWie hier entschieden wird
WAS JEDE PARTEI SAGTVERTRIEB„Kunden fragen ständig danach.“BETRIEB„Es muss in den Prozess passen.“IT„Nicht auf dem Stack, nicht dieses Jahr.“RECHT„Die Einwilligung muss dokumentiert sein.“SUPPORT„Die Hälfte der Tickets betrifft diesen Schritt.“GESCHÄFTSFÜHRUNG„Wir brauchen es bis Q3.“WIE HIER ENTSCHIEDEN WIRDUNTERSCHREIBTGeschäftsleitungMUSS GEHÖRT WERDENRechtITKANN SPÄT STOPPENBetriebsratBetriebNiemand zeichnet dieses Schaubild. Alle richten sich danach.

02.Ordnen

Aus Aussagen werden prüfbare Anforderungen: wer braucht was, warum, und woran man erkennt, dass es erfüllt ist. So aufgeschrieben hören zwei Aussagen auf, verträglich zu sein, die vorher verträglich klangen — und genau darum geht es. Widersprüche bekommen einen Namen statt eines Achselzuckens.

Anforderungen erhebenPrüfbare FormulierungWidersprüche kartiert
WIE ES GESAGT WURDEWIE ES PRÜFBAR WIRD„Es soll einfach zu bedienen sein“Neue Kraft bucht ohne Hilfe in unter 4 Min.„Alles auf einem Screen“Alle 14 Felder ohne Scrollen sichtbar!„Es muss auf dem Handy laufen“Einhändig bedienbar bei 375 px Breite„Die Freigabe bleibt drin“Zwei Unterschriften vor dem Versand!WIDERSPRUCHZwei davon können nicht beide gelten. Vier Monate lang fiel es niemandem auf.

03.Entscheiden

Eine Sitzung, mit den Widersprüchen auf dem Tisch und Kriterien, die vorher vereinbart wurden. Wo Meinung auf Meinung trifft, bewegt sich nichts — deshalb hole ich eine dritte Partei dazu, gegen die keine Seite argumentieren kann: Belege von Nutzern. Am Ende steht eine priorisierte Liste, die Begründung schriftlich, und die offenen Punkte als offen benannt.

Co-Creation-WorkshopPriorisierte AnforderungenSchriftliche Begründung
PRIORISIERT, MIT BEGRÜNDUNG01Geführte BuchungSchlägt 14 Felder in der Bearbeitungszeit02Zweistufige FreigabeRechtlich nötig, nicht verhandelbar03Mobile ParitätEinvernehmlich auf Phase 2 verschoben04Alles auf einem ScreenGestrichen — Widerspruch zu 0105Offline-ModusOffen: bisher kein Beleg in beide RichtungenSCHRIFTLICHE BEGRÜNDUNGEntscheidungsprotokollEntschieden durchBelegeStrittige Punkte2 von 11Weiter offen1, benanntUNTERSCHRIEBEN VONProduct OwnerRechtBetrieb
Unsere Lösung

Eine Liste, die alle unterschreiben — und im nächsten Quartal noch vertreten

Ich entscheide nicht für Sie. Ich mache die Entscheidung möglich: jede Position gehört, jeder Widerspruch sichtbar, jede Priorität begründet. Was Sie unterschreiben, unterschreiben Sie in Kenntnis des Warum.

Ergebnis

  • Eine priorisierte Anforderungsliste in prüfbarer Formulierung
  • Die Widersprüche benannt, samt der Art ihrer Klärung
  • Abhängigkeiten, Verantwortlichkeiten und Status sichtbar gemacht
  • Die offenen Punkte als offen markiert, nicht stillschweigend fallen gelassen

Passt zu

  • Vorhaben, in denen sich mehrere Abteilungen oder Unternehmen einigen müssen
  • Projekte, in denen ständig diskutiert und nie entschieden wird

Format

Zwei bis fünf Wochen, je nach Zahl der Parteien

Für wen

Für wen das gedacht ist

Das richtet sich an Vorhaben, in denen die Uneinigkeit das Projekt ist — und in denen alle zu lange höflich darüber hinweggegangen sind.

Projektleitung

Jede Sitzung öffnet dieselbe Frage erneut

Alle nicken, nichts wird entschieden, und vier Wochen später läuft dieselbe Diskussion mit anderen Worten.

Sie bekommen die Widersprüche benannt und geklärt, schriftlich.

Vorhaben mit mehreren Parteien

Zwei Organisationen, ein Produkt

Jede Seite nimmt an, die andere habe dasselbe gemeint. Die Lücke zeigt sich, wenn sie teuer ist.

Sie bekommen eine Anforderungsliste, die beide Seiten tatsächlich unterschrieben haben.

Product Owner

Sie haben ein Backlog geerbt, das niemand begründen kann

Einträge existieren, weil jemand sie einmal gewünscht hat. Niemand weiß mehr wer, warum, oder ob es noch gilt.

Sie bekommen eine priorisierte Liste mit der Begründung daran.

Unsicher, ob das die richtige Leistung ist?

  • Die Richtung steht und muss jetzt mit echten Nutzern belegt werden — das ist Design Thinking.
  • Es ist entschieden und muss konsistent gebaut werden — das ist Design Engineering.
  • Sie brauchen Design-Urteilskraft über einen längeren Zeitraum — siehe Capabilities.
Fragen

Fragen, die vorher gestellt werden

Ist das nicht einfach Workshop-Moderation?

Ein Workshop ist darin enthalten, und er ist der kleinste Teil. Ein Workshop ohne vorherige Einzelgespräche erzeugt das Ergebnis, das die lauteste Stimme im Raum ohnehin erzeugt hätte. Die Arbeit liegt davor: jede Partei allein anhören, aufschreiben, was sie wirklich meint, und finden, wo zwei Aussagen unverträglich sind, die verträglich klingen.

Wie lösen Sie einen Konflikt zwischen zwei Abteilungen?

Selten, indem ich zwischen ihnen verhandle. Wo Meinung auf Meinung trifft, gewinnt die ranhöhere Meinung, und das Problem kommt wieder. Was es klärt, ist eine dritte Partei, gegen die keine Seite argumentieren kann: was Nutzer tatsächlich tun. „Keine Ihrer beiden Annahmen hält“ beendet einen Streit schneller als jeder Kompromiss.

Was ist Requirements Engineering, einfach gesagt?

Aus dem, was Menschen wollen, Aussagen machen, die man prüfen kann. „Es soll einfach zu bedienen sein“ ist ein Wunsch. „Eine neue Mitarbeiterin schließt die erste Buchung ohne Hilfe in unter vier Minuten ab“ ist eine Anforderung — die lässt sich testen, und man erkennt, wann sie erfüllt ist. Die meisten Projektstreitigkeiten drehen sich um Wünsche, die nie übersetzt wurden.

Sind Sie zertifiziert?

Ich bin in Ausbildung für CPRE, die gängige Zertifizierung im Requirements Engineering, und für Scrum Product Owner. Zertifiziert bin ich nach CPUX-F und als Digitaler Innovations- und Produktmanager (IHK). Mir wäre lieber, Sie beurteilen die Arbeit: der Sprint beim Deutschen Roten Kreuz, der Volkswagen-Sprint mit Microsoft und das Vaillant-Intranet waren alle Vorhaben mit mehreren Parteien.

Was, wenn die Parteien sich schlicht nicht einigen?

Dann ist das das Ergebnis, und es ist in Woche drei mehr wert als im sechsten Monat. Manche Konflikte drehen sich nicht um Fakten, sondern um Ziele — die klärt kein Beleg, die brauchen eine Entscheidung von oben. Meine Aufgabe ist, Ihnen deutlich genug zu sagen, welche Art Sie vor sich haben, damit die richtige Person handeln kann.

Lass uns zusammenarbeiten

Bereit, es entscheiden zu lassen?

Ein kostenloses 30-minütiges Gespräch. Kein Pitch, kein Druck — ein ehrlicher Blick darauf, wo Ihr Projekt feststeckt und ob ich helfen kann.